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08.09.2008
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ERFOLGSGESCHICHTEN

Henkel 130 Jahre in Düsseldorf


© henkel.de
Im Jahr 1876 gründete der 28-jährige Kaufmann Fritz Henkel mit zwei Kompagnons die Firma Henkel & Cie zur Herstellung von Pulver-Waschmitteln in Aachen. Nur zwei Jahre später entschied sich Fritz Henkel, den Firmensitz von Aachen nach Düsseldorf zu verlagern. Ein Eintrag im Handelsregister vom 6. September 1878 dokumentiert den Umzug.

Mit dieser Entscheidung bewies Fritz Henkel bereits damals Weitsicht und das richtige Gespür für wichtige Standortfaktoren wie zum Beispiel eine gute Verkehrsanbindung. Doch selbst er wird zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt haben, von welcher Bedeutung und Dauer die Beziehung zwischen der kleinen Firma aus Aachen und der ehemaligen Residenz am Rhein in Zukunft sein würde. Bevor Fritz Henkel für seine Firma jedoch den perfekten Standort im ländlichen Düsseldorfer Vorort Holthausen gefunden hatte, bedurfte es, getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“, zweier weiterer Umzüge in Düsseldorf. Noch heute, 130 Jahre später, hat Henkel in Düsseldorf seinen Hauptsitz.

Die Geschichte von Henkel in Düsseldorf begann mit einem Eintrag im Handelsregister am 6. September 1878, der den Umzug der Firma Henkel & Cie von Aachen nach Düsseldorf dokumentierte. „Bei diesem billigen Produkt [Henkel’s Bleich-Soda] spielte natürlich die Fracht eine große Rolle; Aachen lag aber geographisch möglichst ungünstig. Ich verlegte infolgedessen meine Fabrik 1878 nach Düsseldorf und mietete in der Schützenstraße eine leer stehende Seifenfabrik“, so Fritz Henkel. Mit dieser Standortverlagerung bewies der damals 30-jährige Kaufmann und Firmengründer Weitsicht und das richtige Gespür für die Bedeutung von Standortfaktoren wie zum Beispiel einer guten Verkehrsanbindung. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts war Düsseldorf, die ehemalige Residenz am Rhein, eines der Zentren im westdeutschen Eisenbahnverkehr und die Verlagerung des Firmensitzes von Aachen nach Düsseldorf sollte maßgeblich zum Erfolg von Henkel beitragen.

Die erste Adresse der Firma Henkel in Düsseldorf war die Schützenstraße 27-33 im Stadtteil Flingern. Doch noch bevor sich Fritz Henkel dort richtig niederlassen konnte, musste er mit seinem Unternehmen bereits ein zweites Mal umziehen, dieses Mal innerhalb von Düsseldorf. Der Absatz von Henkel’s Bleich-Soda wuchs so stark, dass innerhalb eines Jahres die Kapazitäten der gemieteten Fabrik an der Schützenstraße nicht mehr ausreichten. Fritz Henkel entschied sich dafür, eine eigene Fabrik zu bauen.

Im Oktober 1880 begannen die Bauarbeiten auf einem Grundstück an der Gerresheimer Straße 171 in Düsseldorf-Oberbilk. Hier hatte das Unternehmen knapp 20 Jahre seinen Sitz, bis auch dieser Standort den Expansionsplänen des Unternehmers nicht länger gerecht wurde. Der Grund waren erhebliche Transportprobleme. Um die Rohstoffe und Fertigfabrikate nicht länger mit Pferdefuhrwerken befördern zu müssen, suchte Fritz Henkel nach einem Standort in Düsseldorf mit Bahn- und Hafenanschluss. Fündig wurde er im damaligen Düsseldorfer Vorort Holthausen. Für 98.808 Mark kaufte er dort im Jahr 1899 ein Grundstück von 54.849 Quadratmetern. Noch im selben Jahr wurden hier die Grundsteine für eine Bleichsodafabrik, eine Wasserglasfabrik, ein Kesselhaus mit Werkstätten und ein Bürohaus gelegt. Bereits im März 1900 begann die Produktion auf dem neuen Gelände und noch im selben Jahr wurden die Arbeiten am Bahnanschluss abgeschlossen. Auch die angestrebte Hafenanbindung ließ nicht lange auf sich warten, 1901 begann in Reisholz am Rhein der Bau einer Hafenanlage, in der nur wenige Jahre später auch Rohstoffe und Henkel-Fertigprodukte umgeschlagen wurden. Mit dem Grundstück in Holthausen hatte Fritz Henkel den idealen Standort für seine Firma gefunden. Noch heute hat Henkel hier seinen Hauptsitz.

Aus der kleinen Firma Henkel & Cie, die mit 29 Mitarbeitern in Düsseldorf angefangen hatte, ist über die Jahre das weltweit tätige Unternehmen Henkel mit heute über 55.000 Mitarbeitern geworden. Das Werk in Düsseldorf-Holthausen erstreckt sich heute über mehr als 1,5 km² und nimmt damit ein Viertel der Grundfläche des Stadtteils Holthausen ein. Es ist die größte Produktionsstätte von Henkel und ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung. Das Werk verfügt unter anderem über ein eigenes Kraftwerk und eine eigene Werkfeuerwehr. Über 6.000 Henkel-Mitarbeiter arbeiten hier und werden täglich in fünf Kasinos verköstigt, auch eine eigene Bibliothek steht den Mitarbeitern zur Verfügung.

Die Entscheidung von Fritz Henkel zum Umzug seiner Firma nach Düsseldorf erwies sich als „goldrichtig“ und bewährt sich noch heute. Die Stadt Düsseldorf ist ein attraktiver Standort und mit der Welt gut vernetzt. Über die Jahre sind Henkel und Düsseldorf eng zusammengewachsen und manch ein Düsseldorfer ist gleichzeitig auch Henkelaner.

Quelle: www.henkel.de


  



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